Der Mythos der schwarzen Seele

Mit den geschwungenen, schwarzen Lettern auf roten Etikett ist der AN/2 der zweifelsohne bekannteste und erfolgreichste Weinexport Mallorcas. Denn nicht nur auf der Balearen Insel, sondern in mittlerweile mehr als 45 Exportmärkten gilt der Name Anima Negra als Gesetz für Qualität mit starkem und durchdringendem Callet-Charakter.

Ob Mallorquiner, Resident oder Urlauber, jeder scheint die Bodega Anima Negra zu kennen und man hat das Gefühl als gehöre ÁN ebenso zur Insel, wie die Kathedrale zu Palma und der Hafen zu Andratx. Zwar ist der Begriff der schwarzen Seele in Jedermanns Kopf, dennoch scheint es, als sei die Herkunft und Geburtsstätte der weltweit für Furore sorgenden Weine „noch“ unbekannt. Mit dieser Ungewissheit liegt der Mythos der schwarzen Seele über der Insel.

Was nun aber wirklich hinter Anima Negra steckt, was sich hinter dem Mythos verbirgt und wer die wahre Seele des Weines ist, diesen Fragen sind wir mit großer Neugier nachgegangen. Wo wir die Antworten gefunden haben? In mitten zwischen Felantix und Nirgendwo, zwischen Barrique und Betontanks, Schlauchgewirr und Bürokunst, gebettet, ja fast gefesselt in einer anderen Welt. In einer anderen Welt? Wenn man den Wein-Fanaten des AN-Gespanns vertraut, dann leben sie hier rund um die Bodega in der Quibia-Welt. Quibia bezeichnet gleichzeitig auch den Namen des einzigen Weissweins, ein Cuvée aus Prensal Blanc und Callet, dass mit einer gesunden Frische und der gewollten Frucht, Freude macht.